Purschwitz-Kleinbautzen

Seit 1222 ist Purschwitz als Kirchort bekannt. Die heutige Kirche entstand nachdem das Dorf samt seiner 1722 erbauten barocken Kirche nach der Schlacht bei Bautzen 1813 abgebrannt war. Die klare Formensprache der 1816 geweihten klassizistischen Predigtkirche lenkt die Aufmerksamkeit des Gottesdienstbesuchers auf das Geschehen am Kanzelaltar: die Predigt und das Abendmahl.
Eine zweigeschossige Holzempore umschließt den fast quadratischen Kirchenraum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Orgel baute 1859 der Bautzner Orgelbaumeister Leopold Kohl. Mit 21 Registern und 988 klingenden Pfeifen ist es das größte Werk, das Kohl je gebaut hat.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche in Kleinbautzen wurde in den Jahren 1675 bis 1681 unter Verwendung eines Vorgängerbaues errichtet. Der massive Turm lässt in seiner Wehrhaftigkeit den Schluss zu, dass die Ursprünge einiger Bauteile der Kirche schon im Mittelalter liegen.
Im 19. Jahrhundert erfolgten bei zwei Baumaßnahmen die Erneuerung des Daches und die Restaurierung des Innenraumes. Bei einer dieser Reparaturen wurde leider die reich bebilderte, aber inzwischen als unpassende empfundene Kassettendecke entfernt und die bemalten Emporen wurden dem klassizistischen Ideal farblich angepasst.


 

Der gesamte Kirchenraum repräsentiert den Übergang von der Renaissance zum Barock. Prächtig geschmückt sind die Betstuben der ehemaligen Herrschaften. Die südliche Betstube ist mit Bildern des Neues Testaments versehen und noch mehr in der Renaissance verhaftet, während die nördliche eher zum Barock tendiert. Trotz der oben erwähnten Veränderungen zeigt sich der Innenraum der Kirche noch fast im Originalzustand.
Bei den Bauarbeiten seit dem Jahre 2004 konnte ein großer Teil der urspünglichen Schönheit wiederhergestellt werden. So wurde beispielsweise die farbliche Fassung der Außenhaut aufgrund eines Befundes rekonstruiert und an den Emporenbrüstungen im Inneren der Kirche erfolgte die Freilegung der Darstellungen biblischer Propheten.

 

 

 

 

In der Kirche befindet sich eine Orgel der Firma Eule aus dem Jahr 1887 mit 12 Registern. 2013 wurde diese durch die Firma Groß aus Waditz umfangreich restauriert und erklingt jetzt wieder in ihrer wundervollen Schönheit.

 

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