Rückblicke

 

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
 
klipp, klapp ist an der Grundmühle im Polenztal zwar nicht mehr zu hören, aber der rauschende Bach und bei Tag und Nacht muntere Eltern, die schon - jedenfalls vom 10. bis 13. Mai während unserer Familienrüstzeit. Der rauschende Bach war dann auch direkt ein starker Magnet für alle Kinder, einige gingen auch unfreiwillig baden.  Die Grundmühle liegt sehr einsam und schön mitten im Wald zwischen Hohnstein und Bad Schandau, was am Himmelfahrtstag viele Menschen veranlasste, uns nach Kaffee und Kuchen zu fragen - ein älteres Ehepaar wurde dann auch tatsächlich zu unseren Kaffeegästen. Das war ein Beginn ganz im Sinne des Heiligen Geistes, der ja neben Vielem anderen auch Gastfreundschaft bewirkt. Dass der Heilige Geist viele gute Früchte an uns Reben wachsen lassen will, darüber haben die Erwachsenen mit Gespräch und Schreibgespräch nachgedacht. Die Kinder haben erkundet, dass unsere Welt voll ist von Dingen, die wir nicht sehen, wohl aber riechen, schmecken, fühlen oder hören können - und dass der Heilige Geist und damit Gott, zwar vielleicht nicht direkt sichtbar ist, aber vielfältig wahrnehmbar und eben doch sichtbar - wenn man aufmerksam seine Spuren erkennt: Ein französischer Gelehrter durchstreift die Wüste und hat sich als Führer einige Araber mitgenommen. Beim Sonnenuntergang breiten die Araber die Teppiche auf den Boden und beten. "Was machst du da?" fragt der Gelehrte einen. "Ich bete." - "Zu wem?" - "Zu Gott." - "Hast du ihn jemals gesehen - betastet - gefühlt?" - "Nein." - "Dann bist du ein Narr!" Am nächsten Morgen, als der Gelehrte aus seinem Zelt kriecht, meint er zu dem Araber: "Hier ist heute Nacht ein Kamel gewesen!" Da blitzt es in den Augen des Arabers: "Haben Sie es gesehen, betastet, gefühlt?" - "Nein." - "Dann sind Sie aber ein sonderbarer Gelehrter!" - "Aber man sieht doch rings um das Zelt die Fußspuren." Da geht die Sonne auf in all ihrer Pracht Der Araber weist in ihre Richtung und sagt: "Da, sehen Sie: Die Fußspuren Gottes!" Diese konnten wir in den drei gemeinsamen Tagen reichlich sehen: auf unserer Wanderung zum Brand, beim gemeinsamen Essen, Singen, Spielen, Kochen, beim Beobachten der Kinder und Plaudern unter Erwachsenen. Wir danken Gott für diese Zeit, das schöne Wetter, alle Bewahrung ... und seine Spuren in unserem Leben. Franziska Zieschang

 

 

 

So viele Gäste wie an den drei Abenden kurz vor dem Reformationsfest haben der Stifter Carl Heinrich von Nostitz und seine Gemahlin Henriette lange nicht in ihrer Kleinbautzener Kirche gesehen. Doch gern begrüßten sie die vielen Menschen insgesamt zwölfmal und erklärten die Elemente des besonderen Gotteshauses, die dazu ins rechte Licht gesetzt wurden. Viele der Gäste staunten über dieses Kleinod ganz in Ihrer Nähe, konnten von der biblischen Botschaft der Darstellungen hören oder einfach nur das Zusammenwirken von Licht, Sprache und Musik genießen, welches im Laufe der Abende noch vervollkommnet wurde. Zum Gelingen der Kirchenillumination trug bei, dass die Hauptakteure viel Zeit und Energie bei der Umsetzung ihrer Idee einsetzten und das sie in der Gemeinde Mitstreiter fanden, die am Büchertisch, in der Küche oder an der Feuerschale ebenso ihre Gaben einsetzten.

 

 

 

Zur diesjährigen Gemeinderüstzeit waren wir  Anfang Oktober 27 Teilnehmer im Alter von 0 bis 75 Jahren zusammen auf der Burg Hohnstein. Die Tage waren gut gefüllt mit Wanderungen durch die schöne Umgebung der Sächsischen Schweiz, mit Bibelarbeit und Tischgesprächen. Beim gemeinsamen Singen wurden mehr die Liedwünsche der Jugend berücksichtigt, aber insgesamt konnten wir ein bereicherndes Miteinander der Generationen erleben, was sich besonders am Quizabend zeigte. Unser Besuch eines besonderen Taufgottesdienstes in der Stolpener Kirche ist vielen noch in lebendiger Erinnerung.

 

 

 

Bläsertreffen des Kirchenbezirkes Bautzen-Kamenz anlässlich 120 Jahre Posaunenchor Weißenberg

 

 

 

 

 

Unsere zur guten Tradition gewordene Gemeindefahrt führte uns am 2. Juli zum Gottesdienst in die Stadtkirche St. Marien von Pirna.

Pfarrer Burckhard Schulze feierte den Abendmahlsgottesdienst und predigte über Lukas 15, Vom verlorenen Schaf und Vom verlorenen Groschen . Nach dem Gottesdienst erlebten wir eine hochinteressante, kurzweilige Führung zu dieser großartigen Stadtkirche. Sie ist einmalig, die noch original erhaltenen Malereien der Gewölbedecke von 1546. Dass die Rippen des Netzgewölbes der Decke nur Zierde sind und keine tragende Funktion haben, ist wohl für uns alle etwas ganz Neues gewesen.

Anschließend hatten wir eine kurze Fahrtstecke zum Brauhaus Pirna. Es war eine Freude diese Gaststätte kennen zu lernen. Frisch gestärkt und wohlgemut ging unsere Fahrt weiter zum zweiten Hauptteil unserer Gemeindefahrt nach Glashütte. Durch das Müglitztal, vorbei an Burg Wesenstein, war es auch eine schöne Strecke.

Pünktlich 14.00 Uhr war unsere Führung im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte. Wir haben die große Kunst des edlen Uhrmacherhandwerks von Glashütte kennengelernt. Ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte, die erst 1845 mit 15 Lehrlingen begann. Dem Besucher wird vor Augen geführt, wie die Glashütter Uhrmacher alle Wirrnisse dieser 170 Jahre gemeistert und überstanden haben. Glashütte ist jederzeit eine Reise wert.

Mehr als nur beeindruckt von diesem Teil sächsischer Kirchenbau- und Wirtschaftsgeschichte brachte uns der Fahrer von Teich-Tourist in die urige Gaststätte Stary mlyn in Rozany (Alte Mühle Rosenhein).  Ein Abendessen in einem Böhmischen Gasthaus dieser Qualität ist immer ein guter Abschluss für einen gelungenen Tag. 

Wohl behalten kamen wir pünktlich 20.00 Uhr am Rathaus von Weißenberg und somit zu Hause wieder an.

Es freut uns sehr, dass dieses Stück Gemeindeleben in so guter Weise weitergeführt wird. 

Fotos & Text: Hans-Ulrich Kaßner

 

 

 

 

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